Xing Yi Quan ist eine Kampfkunst, die effektive Selbstsicherheitstechniken und Selbstverteidigungstechniken beinhaltet, die von allen Menschen, ob jung oder alt, erlernt werden kann. Der Fokus liegt stark auf der praktischen Selbstverteidigung und Effizienz im Nahkampf.
Xing Yi Quan ist eine der drei großen chinesischen inneren Kampfkünste (Neijia), neben Taiji Quan und Bagua Zhang. Xing Yi Quan ist bekannt für direkte und dynamische Angriffe und Linienführung. Sie verbindet mentale Absicht (Yi) mit physischer Struktur (Xing), um Kraft (Fa Jin) aus dem Dantian zu entfalten. Ziel ist eine vollkommene Einheit von Innen und Außen, die es ermöglicht, explosive Kraft (Fa Jing) aus der Entspannung heraus zu generieren.
Der Ursprung von Xing Yi Quan wird oft auf den General Yue Fei zurückgeführt, ist jedoch geschichtlich vielschichtig. Es entstand aus älteren Stilen wie Xinyi Liuhe Quan.
Kernkonzepte und Training:
Der Stil ist bekannt für seine direkten, kraftvollen, dynamischen und explosiven Bewegungen. Das Ziel ist es, die innere Absicht (Yi) mit der äußeren Form (Xing) zu einer Einheit zu verschmelzen.
• Santishi (Drei-Körper-Stand): Die fundamentale Grundhaltung, die Struktur, Verwurzelung und innere Energie kultiviert.
• Fünf Elemente (Wu Xing): Die Basis bilden fünf Fausttechniken, die den klassischen chinesischen Elementen zugeordnet sind:
• Pi Quan (Spaltende Faust – Metall)
• Zuan Quan (Bohrende Faust – Wasser)
• Beng Quan (Schmetternde/Brechende Faust – Holz)
• Pao Quan (Explosive/Kanonen-Faust – Feuer)
• Heng Quan (Quere/Kreuzende Faust – Erde).
• Tierformen: Zur Erweiterung der Beweglichkeit und Strategie werden die Charakteristiken von meist 12 Tieren imitiert, darunter u.a. Drache, Tiger, Schlange, Adler, Affe, Bär, Hahn, Pferd.
Besonderheiten:
• Explosivkraft (Fa Jing): Xing Yi nutzt kurze, dynamische Kraftentladungen, die aus einer entspannten Haltung heraus entstehen.
• Gradlinigkeit: Im Gegensatz zu den kreisförmigen Bewegungen des Taiji Quan und Baguazhang bewegt sich ein Xing-Yi-Praktizierender meist auf direkten Linien zum Gegner.
Anwendung:
• Fokus: Der Fokus liegt stark auf der praktischen Selbstverteidigung und Effizienz im Nahkampf.
• Stil: Geradlinig, offensiv, kraftvoll und explosiv.
• Struktur: Nutzt Ganzkörperkraft und Verwurzelung, oft trainiert über die „dreifache Stellung“ (Santishi).
• Körperliche Gesundheit: Reguliert Atem und Qi, stärkt die Organe, das Herz- Kreislaufsystem und fördert die Durchlässigkeit der Leitbahnen im Körper.
• Psysische Gesundheit: Reguliert das Nervensystem, baut Stress und innere Anspannung ab.
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Harald Hasenöhrl
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